Ist ein Puls bzw. Ruhepuls von 101 gut oder schlecht?

Als Ruhepuls eines Erwachsenen: erhöht

Ein Ruhepuls von 101 ist erhöht: Über 100 Schlägen pro Minute in Ruhe spricht man von einer Tachykardie. Nach Belastung, mit Fieber oder bei Aufregung ist das vorübergehend normal. Bleibt der Puls nach einigen Minuten echter Ruhe so hoch oder tritt das wiederholt auf, lassen Sie es ärztlich abklären.

Beim Sport gemessen? Dann ist ein Puls von 101 meist völlig normal — so ordnen Sie ihn als Trainingspuls ein.

Ob ein Puls von 101 gut oder schlecht ist, hängt vor allem davon ab, wann Sie ihn gemessen haben. In Ruhe gelten andere Maßstäbe als beim Sport. Beim Training kommt es darauf an, wie viel Prozent Ihrer maximalen Herzfrequenz der Wert ausmacht — und die hängt vom Alter ab.

Puls 101 beim Training: in welcher Zone liegen Sie?

Wählen Sie Ihr Alter. Der Rechner zeigt Ihre maximale Herzfrequenz und in welchem Trainingsbereich ein Puls von 101 liegt.

Ihre maximale Herzfrequenz: 180 bpm

Mit 40 Jahren entspricht ein Puls von 101 etwa 56 % Ihrer maximalen Herzfrequenz — Bereich: Gesundheitszone.

Puls 101 als Trainingspuls nach Alter

Puls 101 im Verhältnis zur maximalen Herzfrequenz (HFmax = 206,9 − 0,67 × Alter)
AlterHFmaxAnteilBereich
20 Jahre19452 %Gesundheitszone
30 Jahre18754 %Gesundheitszone
40 Jahre18056 %Gesundheitszone
50 Jahre17358 %Gesundheitszone
60 Jahre16760 %Fettverbrennungs-Zone
70 Jahre16063 %Fettverbrennungs-Zone
80 Jahre15366 %Fettverbrennungs-Zone

Die Herzfrequenzzonen

Basis / Ruhepuls

Der normale Ruhepuls eines Erwachsenen liegt zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute. Niedrigere Pulsfrequenzen zwischen 35 und 55 finden sich häufig bei Sportlern oder sehr austrainierten Menschen.

Werte in diesem Basisbereich in Ruhephasen bzw. Phasen geringer körperlicher Anstrengung können durchaus als „normal“ bezeichnet werden.

Gesundheitszone (50–60 %)

Die Gesundheitszone liegt bei 50–60 % Ihrer maximalen Herzfrequenz. Wenn Sie bisher keinen oder sehr wenig Sport getrieben haben, eignet sich diese Zone gut für einen Start in ein aktives Training. Das Herz-Kreislauf-System wird hier optimal gestärkt.

Bei trainierten Menschen finden überwiegend Aufwärmphasen vor und nach dem Training in diesem Bereich statt.

Fettverbrennungs-Zone (60–70 %)

Die Fettverbrennungs-Zone liegt bei 60–70 % Ihrer maximalen Herzfrequenz. Sie eignet sich ideal, um den Fettstoffwechsel zu aktivieren, da der Körper ausreichend belastet und mit Sauerstoff versorgt ist, um gespeicherte Körperfette als Energielieferant zu nutzen.

Längere, ruhige Einheiten in diesem Bereich eignen sich gut, um überflüssige Kilos abzubauen. Für das Abnehmen zählt am Ende vor allem, wie viel Energie Sie insgesamt verbrauchen.

Aerobe Zone (70–80 %)

Die aerobe Zone liegt bei 70–80 % Ihrer maximalen Herzfrequenz. Der Körper kann den Sauerstoffbedarf decken, und Sie bauen in diesem Bereich langfristig weitere Kondition auf. In der aeroben Zone werden ca. 40 % Fette und 60 % Kohlenhydrate verbrannt. Atmung und Kreislauf werden verbessert und gestärkt.

Trainieren Sie in diesem Bereich, um Kondition und Ausdauer aufzubauen und Ihre Fitness zu verbessern.

Anaerobe Zone (80–90 %)

Die anaerobe Zone liegt bei 80–90 % Ihrer maximalen Herzfrequenz. Der Körper kann den erhöhten Sauerstoffbedarf nicht mehr decken. Die Muskeln übersäuern.

Training in diesem Leistungsbereich eignet sich nur für Sportler, die hier kurzfristig trainieren, um einen maximalen Leistungszuwachs zu erreichen.

Rote Zone (90–100 %)

Die rote Zone liegt bei 90–100 % Ihrer maximalen Herzfrequenz. Das Herz arbeitet an der Grenze seiner Belastbarkeit; lange halten lässt sich diese Belastung nicht. Für untrainierte Menschen und bei Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen ist dieser Bereich riskant.

Freizeitsportler sollten diesen Bereich meiden. Leistungssportler nutzen ihn nur für kurze Intervalle — idealerweise nach sportmedizinischer Untersuchung.

Weitere Pulswerte

Alle Pulswerte und Pulsrechner · Was ist der optimale Ruhepuls? · Puls richtig messen

Die Einordnung ist eine schematische Zuordnung für Erwachsene und keine Diagnose. Kinder haben einen deutlich höheren Puls (bis 5 Jahre etwa 100–120 Schläge pro Minute). Die Formel für die maximale Herzfrequenz ist ein Durchschnittswert; Ihr persönlicher Wert kann deutlich abweichen.