Ist ein Puls bzw. Ruhepuls von 58 gut oder schlecht?

Als Ruhepuls eines Erwachsenen: niedrig

Ein Ruhepuls von 58 liegt unter dem üblichen Bereich von 60 bis 80 Schlägen. Bei Sportlern und gut trainierten Menschen ist das häufig und meist ein Zeichen für ein leistungsfähiges Herz — Werte zwischen 35 und 55 sind bei ihnen keine Seltenheit. Medizinisch spricht man unter 60 von einer Bradykardie. Ohne Beschwerden ist das in der Regel harmlos; treten Schwindel, Müdigkeit oder Leistungsschwäche auf, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Ob ein Puls von 58 gut oder schlecht ist, hängt vor allem davon ab, wann Sie ihn gemessen haben. In Ruhe gelten andere Maßstäbe als beim Sport. Beim Training kommt es darauf an, wie viel Prozent Ihrer maximalen Herzfrequenz der Wert ausmacht — und die hängt vom Alter ab.

Puls 58 beim Training: in welcher Zone liegen Sie?

Wählen Sie Ihr Alter. Der Rechner zeigt Ihre maximale Herzfrequenz und in welchem Trainingsbereich ein Puls von 58 liegt.

Ihre maximale Herzfrequenz: 180 bpm

Mit 40 Jahren entspricht ein Puls von 58 etwa 32 % Ihrer maximalen Herzfrequenz — Bereich: Basis / Ruhepuls.

Puls 58 als Trainingspuls nach Alter

Puls 58 im Verhältnis zur maximalen Herzfrequenz (HFmax = 206,9 − 0,67 × Alter)
AlterHFmaxAnteilBereich
20 Jahre19430 %Basis / Ruhepuls
30 Jahre18731 %Basis / Ruhepuls
40 Jahre18032 %Basis / Ruhepuls
50 Jahre17334 %Basis / Ruhepuls
60 Jahre16735 %Basis / Ruhepuls
70 Jahre16036 %Basis / Ruhepuls
80 Jahre15338 %Basis / Ruhepuls

Die Herzfrequenzzonen

Basis / Ruhepuls

Der normale Ruhepuls eines Erwachsenen liegt zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute. Niedrigere Pulsfrequenzen zwischen 35 und 55 finden sich häufig bei Sportlern oder sehr austrainierten Menschen.

Werte in diesem Basisbereich in Ruhephasen bzw. Phasen geringer körperlicher Anstrengung können durchaus als „normal“ bezeichnet werden.

Gesundheitszone (50–60 %)

Die Gesundheitszone liegt bei 50–60 % Ihrer maximalen Herzfrequenz. Wenn Sie bisher keinen oder sehr wenig Sport getrieben haben, eignet sich diese Zone gut für einen Start in ein aktives Training. Das Herz-Kreislauf-System wird hier optimal gestärkt.

Bei trainierten Menschen finden überwiegend Aufwärmphasen vor und nach dem Training in diesem Bereich statt.

Fettverbrennungs-Zone (60–70 %)

Die Fettverbrennungs-Zone liegt bei 60–70 % Ihrer maximalen Herzfrequenz. Sie eignet sich ideal, um den Fettstoffwechsel zu aktivieren, da der Körper ausreichend belastet und mit Sauerstoff versorgt ist, um gespeicherte Körperfette als Energielieferant zu nutzen.

Längere, ruhige Einheiten in diesem Bereich eignen sich gut, um überflüssige Kilos abzubauen. Für das Abnehmen zählt am Ende vor allem, wie viel Energie Sie insgesamt verbrauchen.

Aerobe Zone (70–80 %)

Die aerobe Zone liegt bei 70–80 % Ihrer maximalen Herzfrequenz. Der Körper kann den Sauerstoffbedarf decken, und Sie bauen in diesem Bereich langfristig weitere Kondition auf. In der aeroben Zone werden ca. 40 % Fette und 60 % Kohlenhydrate verbrannt. Atmung und Kreislauf werden verbessert und gestärkt.

Trainieren Sie in diesem Bereich, um Kondition und Ausdauer aufzubauen und Ihre Fitness zu verbessern.

Anaerobe Zone (80–90 %)

Die anaerobe Zone liegt bei 80–90 % Ihrer maximalen Herzfrequenz. Der Körper kann den erhöhten Sauerstoffbedarf nicht mehr decken. Die Muskeln übersäuern.

Training in diesem Leistungsbereich eignet sich nur für Sportler, die hier kurzfristig trainieren, um einen maximalen Leistungszuwachs zu erreichen.

Rote Zone (90–100 %)

Die rote Zone liegt bei 90–100 % Ihrer maximalen Herzfrequenz. Das Herz arbeitet an der Grenze seiner Belastbarkeit; lange halten lässt sich diese Belastung nicht. Für untrainierte Menschen und bei Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen ist dieser Bereich riskant.

Freizeitsportler sollten diesen Bereich meiden. Leistungssportler nutzen ihn nur für kurze Intervalle — idealerweise nach sportmedizinischer Untersuchung.

Weitere Pulswerte

Alle Pulswerte und Pulsrechner · Was ist der optimale Ruhepuls? · Puls richtig messen

Die Einordnung ist eine schematische Zuordnung für Erwachsene und keine Diagnose. Kinder haben einen deutlich höheren Puls (bis 5 Jahre etwa 100–120 Schläge pro Minute). Die Formel für die maximale Herzfrequenz ist ein Durchschnittswert; Ihr persönlicher Wert kann deutlich abweichen.